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Über mich

hm… wo fängt man da an, ohne den Leser zu langweilen? Also tief Luft holen und einfach mal loslegen!

Ich wurde 1949 in einem kleinen Dorf direkt an der holländischen Grenze bei Aachen geboren und nach ein paar Jahren fand ich mich inmitten von 5 Brüdern wieder.

Vielmehr möchte ich eigentlich dazu nicht erwähnen, nur eins vielleicht: Mein jüngster Bruder Manfred wurde mit dem Down-Syndrom geboren und ich bin heute noch böse auf diese Leute, die mit Fingern auf uns zeigten und meinten "sowas gehöre in eine Anstalt" oder "früher hätte man so etwas vergast". Durch solche und ähnliche Vorfälle wurde mein Bruder mehr und mehr versteckt. Ich hatte lange Zeit Kontakte zu Körper- und Geistigbehinderte. Es sind überwiegend liebenswerte Geschöpfe, ein Lächeln oder eine Umarmung sind ein wundervolles Geschenk, man glaubt, die Sonne geht neu auf. Jeder sollte dankbar und demütig sein, wenn einem das Schicksal nicht auf diese Art und Weise trifft.

Erwartungsgemäss beendete ich erfolgreich mit nicht ganz 14 Jahren die Volksschule. Leider musste ich mir anhören, dass Mädchen sowieso heiraten und deshalb auch keine Ausbildung brauchen. Womöglich war es aber mehr eine Ausrede, da zu dieser Zeit noch weiterführende Schulen und Ausbildung bezahlt werden mussten. Bei einem Verdiener im Bergbau und 8 Personenhaushalt ein Ding der Unmöglichkeit. Also startete ich meine berufliche Karriere nach einem Umzug zum Niederrhein in einer Fabrik… Akkord, Wechselschicht, Maschinenarbeit.

Mit 20 oder so machte ich mutig einen Schreibmaschinenkursus und von da an ging es bergauf *gg* Mit 23 heiratete ich, mit 26 bekam ich meinen Lieblingssohn Marco. Dann mit 35 Jahren verspürte ich den Wunsch einen *Traumberuf* zu lernen, da ich ja immer noch keine abgeschlossene Ausbildung hatte… und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich lernte in einer Umschulung Floristin – ein echter Traumberuf für mich. Nur die Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt stand im krassen Gegensatz: 60 – 90 Stundenwoche und 1.500 Maerker… Also was tun? Neuer Job musste her, denn ein eigenes Häuschen wollte auch bezahlt werden und ich muss gestehen: Ich hab mich nie als Nur-Hausfrau sehen Können. Mit 41 Jahren beendete ich eine Umschulung zur Industriekauffrau in nur 18 Monaten. Allerdings hatte ich wohl einige Zeichen übersehen – die grossartigen Zeiten der deutschen Industrie waren wohl auch schon vorbei. Aber egal, Büroarbeit ist immer gefragt und auch das Gehalt stimmt einigermassen.

Dann nach jahrelangen inneren und äusseren Kämpfen wollte ich die Trennung, zog nach 28 jähriger Ehe aus und reichte die Scheidung ein. Tja… bei Männer nennt man das Midlife-crisis – bei mir schob man es auf die Wechseljahre *grins*

Plötzlich konnte ich ‘fast’ alles tun und lassen was ich wollte…. Vor allem endlich einmal Urlaub machen, wo ich hin wollte. Es stand zur Debatte mit Herrn Sohn im Juni das Glastonberry-Festival (England) zu besuchen und von dort aus dachte ich, nach Los Angeles zu fliegen – ich wollte meine ersten Chatfreunde besuchen. Ein älteres Ehepaar, welches mir sehr viel auf meinen zukünftigen Lebensweg mitgab durch langes Getipper am PC. Doch auch hier wieder der Spruch…. Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Im Juni 2000 fand ich mich mit Herzklopfen auf dem Weg – in ein, für mich bis dahin nur als grossen Fleck im Atlas bekannten Land:

CANADA

Bitte begleitet mich weiter auf diesem Weg namens Erinnerung.....

 

 

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